Unser Angebot im Fachbereich Hüfte und Becken

Das Team für Hüft- und Beckenchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Klaus A. Siebenrock bietet das komplette Spektrum an operativen Therapien für Hüft- und Beckenerkrankungen oder Verletzungen an.

Dies umfasst die hüftgelenkerhaltende Chirurgie zur Korrektur von Deformitäten wie dem femoroazetabulären Impingement, der Hüftdysplasie, Torsionsfehlstellungen oder Veränderungen nach Hüftgelenkserkrankungen im Kindesalter. Diese Eingriffe haben das Ziel die Morphologie und Biomechanik der Hüfte bei jüngeren Patienten zu optimieren, um Hüftschmerzen zu therapieren und einen frühen Verschleiss zu verhindern. Nebst der offenen Chirurgie können bestimmte Eingriffe auch arthroskopisch durchgeführt werden.

Das Team deckt die ganze Bandbreite von endoprothetischen Eingriffen ab: von der sogenannten Primärprothese beim arthrotischen Gelenk bis zu Revisionseingriffen jeglicher Art, zum Beispiel bei Verschleiss oder Prothesenlockerung sowie der Behandlung bei Protheseninfekten oder periprothetischen Frakturen.

Das Team ist zuständig für alle möglichen Frakturen des Oberschenkelknochens, der Hüftpfanne oder des Beckenringes. Dabei werden nebst unfallbedingten Frakturen auch Alters- oder Osteoporosefrakturen und Frakturen bedingt durch Tumore behandelt. Ein spezialisiertes und interdisziplinäres Team für Orthogeriatrie betreut Patientinnen und Patienten mit Osteoporosefrakturen.

Die Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie hat eine langjährige Tradition in der Hüftchirurgie, welche von den Anfängen des heutigen Hüftprothesendesign in den 60er Jahren bis hin zur Entwicklung von diversen hüftgelenkserhaltenden, chirurgischen Eingriffen reicht. Diese Tradition und die international renommierten, wissenschaftlichen Arbeiten führen regelmässig Hüftchirurginnen/Hüftchirurgen aus aller Welt ans Berner Hüftsymposium. Das Orthogeriatrische Symposium widmet sich den speziellen Herausforderungen des geriatrischen Patienten mit Osteoporosefrakturen; eine Thematik, die mit der zunehmenden Überalterung von grosser Aktualität ist.

Schwerpunkte und Spezialisierungen

  • Gelenkserhaltende Eingriffe des Hüftgelenkes beim femoroazeabulärem Impingement, Hüftdysplasie oder komplexen Deformitäten mit dem gesamten operativen Spektrum wie Hüftarthroskopie, chirurgische Hüftluxation oder Osteotomien des Femurs und Beckens
  • Frakturversorgung der Hüfte und des Beckens auch beim geriatrischen Patienten mit Osteoporosefrakturen
  • Endoprothetische Versorgung der Hüfte bei Arthrose sowie Revisionseingriffe bei Protheseninfekten, Lockerung mit Knochenverlusten oder Frakturen des angrenzenden Knochens

Operatives Spektrum und Behandlungsverfahren

  • Primäre Endoprothetik des Hüftgelenkes bei Arthrose oder Fraktur
  • Revisionsendoprothetik des Hüftgelenkes bei Abnützung oder Lockerung
  • Osteosynthese oder Prothesenwechsel bei periprothetischen Frakturen
  • Revisionseingriffe bei Hüftprotheseninfekten
  • Chirurgische Hüftluxation zur Therapie des femoroazetabulären Impingement oder Deformitäten der Hüfte
  • Hüftarthroskopie zur Korrektur eines femoroazeabulären Impingement
  • Osteotomien des Femurs zur Korrektur von Fehlstellungen
  • Osteotomien des Beckens zur Korrektur der Hüftdysplasie oder des femoroazetabulären Impingements
  • Hüftgelenkserhaltende Eingriffe bei Femurkopfnekrosen
  • Osteosynthese des Schenkelhalses oder Oberschenkelknochen bei Frakturen
  • Osteosynthese von Hüftpfannenbrüchen oder des Beckenringes
  • Versorgung von Alters- und Osteoporosebrüchen der Hüfte oder des Beckens
  • Versorgung von tumorbedingten Frakturen durch Hüftprothesen oder Verbundsosteosynthesen

Die häufigsten Krankheitsbilder und deren Behandlung

Arthrose des Hüftgelenkes

Implantation einer Hüftendototalprothese über den vorderen Zugang (minimal-invasiver Zugang) mit postoperativer Vollbelastung oder den seitlichen Zugang (klassischer Zugang) bei komplexeren Deformitäten oder Revisionseingriffen.

Abnützung, Lockerung oder Infekt einer Hüftprothese

Wechsel von einzelnen Komponenten oder der gesamten Prothese bei Abnützung oder Lockerung der Hüftprothese sowie interdisziplinäre Behandlung mit der Infektiologie bei Protheseninfekten.

Deformitäten des Hüftgelenkes wie femoroazetabuläres Impingement oder Dysplasie

Korrektur der knöchernen Morphologie der Hüfte mittels Hüftarthroskopie, chirurgische Hüftluxation oder Osteotomien des Beckens oder des Femurs.

Frakturen der Hüfte oder des Beckens

Osteosynthese des Oberschenkelknochens, der Hüftpfanne oder des Beckens auch mit endoprothetischer Versorgung.

Alters- oder Osteoporosefrakturen der Hüfte oder des Beckens

Osteosynthese oder endoprotethische Versorgung der Hüfte oder des Beckens mit interdisziplinärer, orthogeriatrischer Behandlung.